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| GedankenhaieSteven Hall Piper Verlag Erscheiungstermin: 02/2007 Übersetzer: Marcus Ingendaay, Susanne Hornfeck, Sonja Hauser Rezension ist von 02/2007 Leserschwert-Genre: Psycho
1 Besucherkommentar zu diesem Buch.

The Raw Shark TextsWer bin ich? „Hallo Eric, vor allem: Bleib ganz ruhig! Wenn Du das liest, bin ich nicht mehr da. Geh ans Telefon und drücke die Kurzwahltaste 1. Der Frau, die den Hörer abnimmt, sagt Du, Du seist Eric Sanderson. Die Frau ist Dr. Randle. Sie weiß, was passiert ist ...“ Gezeichnet ist dieser Brief „mit großem Bedauern, wenngleich nicht ohne Hoffnung, der Erste Eric Sanderson“. Und es ist nur der erste einer langen Reihe von Briefen, die Eric mit Anweisungen aus der Vergangenheit füttert. Seiner eigenen Vergangenheit, die von einer unerklärlichen Macht ausradiert wurde. Klingt nicht gerade neu, trotzdem kann man den gefeierten Debütroman des 1975er-Briten Steven Hall nicht einfach in jene übergähnte Wiederaufbereitungs-Schublade stecken, in der sich ein Amnesie-Opfer (vorzugsweise ein Highend-Agent) auf die Suche nach seiner verlorenen (vorzugsweise martialischen) Identität macht. Bei Hall geht’s wesentlich komplexer zur Sache. Erstens, weil er in dem dunklen Gedächtnisloch seines Helden auch eine erschreckend schöne Liebesgeschichte unterbringt, zweitens weil Erics Erinnerung nicht mit einem traumatischen Paukenschlag ausgelöscht wurde, sondern in einem schleichenden Prozess langsam ausgesaugt wird, und drittens weil der Autor bei der Rekonstruktion der Ereignisse und der Jagd nach dem räuberischen Grauen Geisterhai die Vorstellungskraft seines Protagonisten mit der gleichen Intensität fordert wie die des Lesers. Bei seinen Ausflügen ins raumzeitliche Reich der Definition von Identität übertreibt Hall zwar manchmal, doch wenn man erst einmal begriffen hat, über welche Abwege sein Trip in die menschliche Psyche führt, glättet sich das verstörend schroffe Gedankenmosaik zu einer beeindruckend stringenten Erzählstruktur. Wem Christopher Nolans Film-Delikatesse „Memento“ schmeckte, der ist für die „Gedankenhaie“ ein gefundenes Fressen.
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| | 1 Kommentar zu diesem Buch.
Ihre Meinung zu diesem Buch »
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 | | scorbut schrieb am 12.04.07, 10:44 | dieses buch macht mir angst. o.0
und warum zur hölle such ich mir immer autoren aus, die sich übergebende menschen seitenlang beschreiben können..??????? |  |
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