
Wein der Götter / John Barnes Bevor Sie diese Zeilen hier lesen, werfen Sie doch bitte einen genaueren Blick auf das Buch-Cover ...

weiterlesen Besser als Schokolade. Das Freundinnenbuch / Gwen Macsai Das Timing war verdammt gut. Kurz nachdem die Verfilmung von „Schokolade zum Frühstück“ im ...

weiterlesen Das Amphora-Projekt / William Kotzwinkle Schrottmoloch. Allein für diese Kreation gehört William Kotzwinkle (was für ein Prachtstück von Name ...

weiterlesen

Elektrofrisch ins E-Mail Postfach: mit dem Leserschwert-Nachrichtendienst verpassen Sie nie die aktuellsten Rezensionen.
Jetzt anmelden!
|
 |

« zurück

| Die SekteMo Hayder Goldmann Verlag Erscheiungstermin: 03/2007 Übersetzer: Rainer Schmidt Rezension ist von 03/2007 Leserschwert-Genre: Thriller
 Der Teufel steckt im DetailEnde gut, Anfang gut. Dazwischen aber leider ziemlicher Humbug. Die Autorin Mo Hayder, die ihren Namen mit erfrischend kaltblütigen Psycho-Prügeln wie „Der Vogelmann“ oder „Die Behandlung“ in die erste Reihe der aktuellen britischen Spannungsliteratur parkte, legt sich in ihrem neuen Roman „Die Sekte“ furchtlos mit dem Teufel an – doch der erweist sich als mindestens eine Nummer zu groß. Dabei beginnt die Story durchaus viel versprechend: Bei einer Boots-Tour nahe Pig Island wird zufällig ein Video gedreht, auf dem für wenige Sekunden ein seltsames Wesen – halb Mensch, halb Tier – über den Strand huscht. Da sich besagte Insel in Besitz einer mysteriösen, in völliger Autonomie lebenden Sekte befindet, landet das verwackelte Amateur-Filmchen direkt und landesweit in den Medien, und auch die logische Schlussfolgerung der Öffentlichkeit lässt nicht lange auf sich warten: auf der Schweineinsel geht der Teufel um. Für den auf Okkultes und Paranormales spezialisierten Journalisten Joe Oakes ist das natürlich ein gefundenes Fressen, zumal er auch noch eine persönliche Rechnung mit dem Oberguru der Sekte offen hat. Als er überraschend auf die Insel eingeladen wird, um der Wahrheit ans Licht zu verhelfen, zögert er daher keine Sekunde …
Und nun sollte die Geschichte spannend weiter gehen. Tut sie aber nicht. Denn Mo Hayder doktert ab dem Zeitpunkt, wo Oakes die Insel betritt, an einem Plot herum, dessen einzige Teuflischkeit darin besteht, dass er dramatisch hinkt. Die wesentlichen Elemente der Handlung verlieren sich immer wieder in einem sprachlich vernebelten Logiksumpf, das dekorative Füllmaterial hingegen glänzt über weite Strecken durch akribische Redundanzen. Dass Hayder am Ende doch noch eine wirklich gut getimte Schlusspointe setzt, ist zwar durchaus löblich, Weg und Ziel stehen allerdings in keinem konkurrenzfähigen Verhältnis.
| | 
|
 |
|
|
|